Winter Ghosts

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For the last three months i’ve been rather busy by day, so the only time left for shooting was after dark.

Since i met some rather big changes in location and work in autumn last year and the transition wasn’t as smooth as i had expected (or hoped, for that matter), these photographs also represent my feelings at the time very well.

To be honest, i was astonished how much of my mood and overall state of mind got translated into my photographic work. I always considered myself the small soldier marching on unwaveringly no matter what… It seems, i have to correct that selfimage.

But spring is here and it looks like i’ll soon be able to improve my situation considerably. It seems like a dull cliche, but if you don’t act, nothing will change.

At last a small wish: Don’t rush from picture to picture! Take your time and discover the details! In most of the photos, they are what made me push the release button and they are the key to this series.

01_Watching-Watching

02_Iluminated Candy

03_Elevator

04_OneBottleOneGlass

05_Shattered Vodka

06_Subway

07_Artroom

08_Tree-Waste-Backalley

09_Backalleyway

10_IncomingTrain

11_Doctor

12_Surveillance

13_Escalator

14_Up from the club

15_The three gates to human rights

Zwei Jahre

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Vor fast zwei Jahren, ich war noch nicht in meine neue WG umgezogen, hast du mich beim Mittagessen in der Mensa gefragt, was mich im Leben hält. Ich kannte dich damals nicht und auch jetzt tue ich das nicht, aber ich erinnere mich an dich.

Es war ein sehr kalter Tag, klar und windstill. Deine wirren Haare und scheinbar willkürliche Kleiderauswahl haben mich fasziniert, du warst schön. Heute ist es weder kalt noch klar.Am Tisch saß außer dir und mir noch S., durch die ich überhaupt erst hier mit dir am Tisch saß. Wir hielten beide mit ihr zusammen ein Referat, allerdings in unterschiedlichen Kursen.

Ich habe überlegt, was ich antworten kann. Neuen Bekanntschaften gegenüber bin ich nicht sehr zutraulich. Ich hatte Angst, zu viel zu sagen, wollte dich aber nicht abspeisen, deshalb sollte meine Antwort zweigeteilt sein, aber der zweite Teil ging im Lachen unter. S.s Lachen, das gut gemeint war. “Naja, als erstes natürlich Essen und Trinken, aber (und diesen Part hast du nicht gehört) ehrlich gesagt, weiß ich es nicht. Darüber müsste ich nachdenken.”

Ich weiß es auch heute noch nicht, aber ich denke immer wieder daran. Und an dich. Einen Teil der Antwort kenne ich aber mittlerweile: die Photographie und das Schreiben, so wie jetzt zum Beispiel. Ein anderer Teil sind sicher meine Freunde und meine Familie, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob sie mich im Leben halten oder in der Art Leben, wie ich es jetzt führe und das mir nicht gefällt.

Du warst damals enttäuscht von meiner Antwort, jedenfalls sah es so aus.
Vielleicht gefällt dir diese hier besser.

Klarnebel

PS: Du scheinst es auch nicht gewusst zu haben und warst nicht glücklich damit. Weißt du es schon?

Galerie

12 Monate KlarNebel in 12 + 12 Photos

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Diese Galerie enthält 24 Fotos.

Have Fun If you click on the first photo, you can view them one after the other in a better …

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Über den Wahn vom Töten

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Es gibt Bilder, die werde ich nicht mehr los. Mit ungefähr sechzehn war ich fasziniert vom Fliegen und vom Krieg und als ich ein Buch über Jagdflieger sah, einen Bildband, musste ich es haben.
Es begann mit dem ersten Weltkrieg, die Flugzeuge wurden vorgestellt, die Männer, die sie flogen und in einem Halbsatz wurde erklärt, dass es damals noch keine Fallschirme gab. Fasziniert blätterte ich auf die nächste Seite, wo mich ein unscharfes Bild erwartete: ein brennendes Flugzeug mit der Nase nach unten gerichtet, Himmel, Wolken und unter dem Flugzeug eine Gestalt, undeutliche Umrisse, zwei Arme, sich hilflos bewegende Beine. Der Text unter dem Bild: “Unbekannter Pilot springt über Verdun aus seinem brennenden Flugzeug, um den Flammen zu entgehen. Er hat keinen Fallschirm.”
Ich starrte lange auf das Bild und mein Kopf war leer, bis auf einen Gedanken: “Hier. stirbt. ein. Mensch.” und ich war geschockt, getroffen auf einer ganz elementaren Ebene. Das unscharfe Bündel da war ein echter Mensch. War.
Ein paar Jahre später, in einer Dokumentation über den zweiten Weltkrieg wurde, neben den Massenexekutionen, den Gaskammern und all den anderen Schrecken, ein Überfall der Resistente auf einen Wehrmachts-LKW gezeigt. In einer Szene, offensichtlich am Schluss des Überfalls, lag ein Soldat auf dieser Straße in Paris, ohne Deckung oder Fluchtmöglichkeit, wurde beschossen und kroch zu seiner Waffe. Ein Cut, der Soldat liegt reglos am Boden.Wieder dasselbe Gefühl, wieder ist alles, was ich denke, dass hier ein Mensch sterben muss und wieder nur zwei Dinge in meinem Kopf: Trauer und Mitleid.
Natürlich weiß ich, was ihr jetzt denkt. Hier schreibt ein “Deutscher” über “Deutsche”. Aber das gleiche fühlte ich, als ich das Bild der strahlenden Anne Frank in einer alten Ausgabe ihrer Tagebuchaufzeichnungen sah.
Auf Aufnahmen des 11. September sieht man einen Mann. Er sitzt oberhalb der Einschlagstelle im ersten Turm fest, hängt halb aus dem Fenster. Hinter ihm drängt grau-schwarzer Rauch mit Macht aus dem Innern, immer wieder wird er davon verschluckt. Eine ganze Weile geht das so, dann fällt der Mann…oder springt. Und wieder nur Mitleid, der Versuch mitzufühlen. Wie ist es, wenn man nur noch die Wahl hat, wie man sterben will, nicht ob? Wie ist es, wenn man nichts mehr tun kann?
Ich sehe Sophie Scholl; einen KZ-Häftling; den Mann auf der Straße in Saigon; zwei Reporter irgendwo in Pakistan oder Afghanistan, die flehend die Hände vor sich halten, wie um die Kugeln abzuwehren, eine hilflose Geste; einen Mann auf einem LKW irgendwo in Sarajevo, Neda…
Vielleicht muss ich erklären: Ich bin Atheist. Für mich ist jedes Leben verloren, wenn es endet. Kein Himmel, keine Erlösung, nur Tod.
Leben hat Wert über dem Wert und diese Momentaufnahmen erinnern mich daran und daran:

Niemand sollte so sterben müssen.

“Bis dahin war mir völlig fremd
Wie es ist in dem Moment
Wo man weiß, jetzt endet das Leben
Und es wird keine Gnade geben.”
In Extremo – Auge um Auge

Fuck Focus

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I had a bad day and decided to let it out on you. Yes, you!

For every good photo, every photographer takes countless bad ones, so I say: Fuck focus, fuck composition, fuck lighting, fuck straight lines and all the rest.

Fünf minus Eins

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Letzter Abend. Nach heute geht einer nach Leipzig, einer nach Stuttgart, einer nach Eichstätt, einer nach St. Andrews und einer nach Unbekannt.

Schon als die vier (Stuttgart, Eichstätt, St. Andrews, Unbekannt) zu dem einen (Leipzig) fahren, wird der Nebel, der schon den ganzen Tag mit der Sonne kämpft und allmählich anfängt zu gewinnen, wieder stärker. Die Sonne geht unter.

Die vier treffen sich mit dem einen vor einem Lokal und beim Essen wird lange geredet, viel geredet und über vieles. Lachen und Altes vereint die vier und den einen und als die fünf aufbrechen, gehen und sich schließlich zum Kartenspiel bei dem einen niederlassen, wird der Abend wie frühere Abende der fünf, auch wenn das Bewusstsein um die Besonderheit dieses Abends weit unten den Abend entlang strömt, weil die fünf bald fünf eine sein werden und sich vieles ändert.

Die fünf werden, wie zu erwarten war, sentimental, die Strömung erreicht die Oberfläche und das Spiel erlahmt, Geschichten machen die Runde, während draußen der Nebel die Domspitzen verschluckt und für diesen Abend nicht mehr freigibt. Irgendwann werden auch die Geschichten langsamer und Stille fällt ein, in der die fünf jeder für sich zusammen sind.

Als es Zeit ist zu gehen, tun dies die fünf mit schweren Herzen, ganz bedächtig, weil schwere Herzen leichter brechen. Auf der steinernen Brücke muss der eine dann in die andere Richtung und nimmt Abschied, aus den fünf werden hier wieder die vier und der eine, als der den grauen Nebel zuzieht, weg ist. Noch einen Augenblick stehen die vier, drehen sich dann um und lassen die Brücke einsam.

Heimwärts nochmal gute Stimmung, die vier verdrängen kurz das Ende, bis der Sitz dem Bahnsteig und der der Unterführung weicht. Hier stehen die vier und verabschieden sich mit dem Wunsch, der unausgesprochenen Aufforderung und gegenseitigen Bestätigung “Auf Bald. Wir sehen uns wieder…auf bald.” Die drei gehen zur Treppe, der eine zur Rampe und im Auto wiederholen die drei, was sie im Zug geschafft haben und hier nicht so lange, nicht so tief gelingen will. Aus den dreien werden zwei, als der eine am Hang aussteigt.

Die Zwei sind beste Freunde, seit 17 Jahren, ihnen fällt der Abschied besonders schwer und der wird deshalb mit dem festen Versprechen auf baldigen, gegenseitigen Besuch besiegelt…damit es nicht ganz so schwer fällt.

Der Eine fährt jetzt zurück zu sich, verliert sich währenddessen in seinem Gehirn und denkt und kommt zu dem Schluss, dass Abschied auch immer ein Scheintod ist, wegen dem Potential für den echten und ihn schon deswegen keiner mögen kann, den Abschied und den Tod im Kleinen, auch nicht die Fünf, die jetzt fünf eine sind.

Kleingeists Größe

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Gegen die Flanke des Berges
Hilflos
Krallt er sich fest
Rutscht ab.

Nürnberg Street Photography

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Nürnberg.

For me, a city predestined for street photography. Big streets, narrow streets, staircases, places to hide, enough tourists so you aren’t the alien with the camera, not enough to be considered annoying.

Also a quite successful combination of old (historical city wall, the towers, churches, fountains) and new (glass and steel buildings, shopping streets and so on).

And of course many interesting people.

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Amsterdam in Mono

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Zwei alte Freunde / Two old friends

Die besten Pommes in ganz Amsterdam (und nicht mal teuer). / The best French Fries in Amsterdam (and not even expensive).

Was soll man da noch sagen? / What’s left to say?

Leben. / Life.

Ist sie nicht schön? Sie steht nicht, sie fließt. / Isn’t she beautiful? She doesn’t stand there, she’s flowing.

DER Anruf. Sie schien gedehnt zu sein, fast am zerreissen. / THE call. She seemed stretched almost to the point of tearing.

Fahrräder? Ja, klar. Aber Eimer? / Bicycles? Yeah, sure. But buckets?

Er probierte Mützen, sie fand’s sehr lustig. / He tried beanies, she found it to be very funny.

Was macht ein Mann im Anzug an so einem Flohmarktstand? / What’s a man in a suit doing at that kind of flea market booth?

Nach einem kurzen Ausflug an den Strand von Zandvoort oder “Wind”. / After a brief visit on the beach near Zandvoort or “Wind”.

Urlaub vs. Arbeit / Visit vs. Stay

Sommernacht oder Das Stadtcafè

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Mein Gott, was für eine Hitze. Selbst abends noch! Auch als ich Freitag abends gegen zehn durch die Straßen schlendere, wird es nicht kühler. In der Fußgängerzone rührt sich fast nichts mehr, nur die Clubeingänge bilden Lichtinseln, um die sich die Menschen scharen und fröhlich, aber leicht nervös warten.

Licht und Gespräche auch in dem Restaurant mit Bar, an dem ich als nächstes vorbeikomme. Die Fenster zur Straße hin stehen alle offen und aus ihnen strömt die Hitze des Tages, als ob es den Sonnenuntergang nicht gegeben hätte. Das alte Gebäude, in einer Seitenstraße gelegen, erinnert mich mit seinen weichen gelben Lichtern und der Hitze an einen Backofen, nur die Menschen darin scheinen nichts zu merken. Sie lächeln, sprechen, essen, trinken und sind nur mit sich und ihrem Gesprächspartner beschäftigt.

Alle wirken leicht überdreht und euphorisch. Nach dem letzten schweren, heißen Arbeitstag vor dem Wochenende fehlt ihnen die Energie, um ihre Gefühle hinter Mauern zu stecken, wie sie es sonst tun. Heute wird sich dafür belohnt, die Woche durchgehalten zu haben und auf ein sonniges Wochenende gefreut. Niemand rechnet mit einem Gewitter, der Himmel ist klar, die Hitze wird bleiben, auch morgen noch.

Hier draußen ist es so schön, dass ich die Feiermenschen nicht verstehen kann, wie sie in ihre dunklen Höhlen mit dem viel zu lauten Dröhnen absteigen und die träge wabernde Sommerstille allein lassen. Lange, ehrliche und unverstellte Gespräche wie in dem Restaurant, gibt es nach diesem heißen Tag viel zu wenige. Wären alle hier und nicht unten in den Höhlen, die ganze Stadt wäre ein riesen Cafè und jedes Stück Gras, jedes Denkmal, jede Stufe ein Sitzplatz darin.

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